

Wir setzen uns dafür ein, dass es in Kremmen und Oberkrämer zu keiner Verschlechterung im öffentlichen Personennahverkehr kommt. Der Entwurf des Nahverkehrsplans sieht unter anderem Kürzungen bei Abend-, Ferien- und Wochenendverbindungen sowie die vollständige Einstellung der Linie 814 zwischen Kremmen und Hennigsdorf vor.
Uns ist bewusst, dass angesichts begrenzter finanzieller Mittel Einsparungen notwendig werden. Auch einzelne Verbindungen sind wirtschaftlich nur schwach ausgelastet. Trotzdem darf eine Strecke nicht ersatzlos gestrichen werden, wenn sie für die Menschen vor Ort wichtig ist. Für solche Fälle müssen verlässliche Alternativen wie Rufbusse oder andere bedarfsgesteuerte Angebote geschaffen werden.
Gerade angesichts der weiterhin hohen Kosten für Benzin und Diesel ist ein zuverlässiger ÖPNV besonders wichtig. Viele Menschen möchten auf das Auto verzichten oder ihre Fahrten reduzieren – nicht nur aus finanziellen Gründen. Damit Bus und Bahn tatsächlich eine attraktive Alternative sind, müssen sie regelmäßig, erreichbar und auch abends sowie am Wochenende nutzbar sein.
Auch geplante Verbesserungen im Bahnverkehr können derzeit kein ausreichendes Argument für heutige Kürzungen sein. Der Ausbau des Prignitz-Expresses und weitere Bahnprojekte sind noch nicht vollständig umgesetzt. Wenn vor 2031 keine wesentlichen Verbesserungen zu erwarten sind, dürfen diese Vorhaben im Nahverkehrsplan nicht bereits als gleichwertiger Ersatz für bestehende Busverbindungen berücksichtigt werden.
Bei steigenden Spritpreisen und wachsenden Anforderungen an den Klimaschutz muss der ÖPNV attraktiver und nicht schlechter werden. Wir brauchen heute ein verlässliches Angebot – und dort, wo sich ein regulärer Linienverkehr nicht rechnet, gute Rufbuslösungen als Alternative. Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier – 2026-08-27 Stellungnahme zum N VP OV Oberkrämer Kremmen